22 Jahre Kölner Schutzhof für Pferde

Als der Kölner Schutzhof 1988 gegründet wurde, wussten wir noch nicht, wie schwer es sein wird, jahrein, jahraus um seine bloße Existenz zu kämpfen. Heute nach 22 Jahren blicken wir auf eine harte, aber auch auch auf eine ereignisreiche Zeit zurück und ziehen Bilanz, über die Höhen und Tiefen und auch die Erfolge, die wir mit unserem Projekt durchlebt und erreicht haben.

Dabei war nicht immer nur die finanzielle Lage unsere größte Sorge. Lange Jahre kämpften wir auch um das anfangs erteilte Bleiberecht, gegen politische Schikane, und alljährliche Räumungsaufforderungen, die die Existenz des Schutzhofes bedrohten.

CDU und Grüne setzten sich massiv für den Schutzhof ein und nach 20! Jahren der Ungewissheit wurde dann endlich durch einen Dringlichkeitsantrag der Verbleib des Schutzhofes durch den Kölner Rat genehmigt.

Auch diverse Gewaltanschläge wurden gegen den Schutzhof und vor allem gegen die schuldlosen Tiere verübt. So wurden 1998 7 Tiere von Unbekannten vergiftet, wovon 3 an den Folgen starben. 1999 entstanden durch einen Brandanschlag große finanzielle Schäden, die nur mühsam und mit viel externer Hilfe wieder beseitigt werden konnten. 2002 brach wiederholt Feuer auf dem Schutzhof aus und ein Messerstecher verletzte mehrfach einige unserer Pferde. Der Sturm Cyrill leistete ganze Arbeit und deckte die Dächer von 2 unserer Anlagen ab.                                                                                     Auch in 2009 war wieder ein Brandstifter an der Arbeit. Die Scheune mit dem gesamten Wintervorrat, etliche Nebenräume und einige Dächer brannten ab. Die Elektroleitungen waren zum Teil verkohlt. Das war ein schwerer Schlag für den durch die Finanzkrise schwer gebeutelten Schutzhof.

Aber auch viel Positives ist geschehen, durch Menschen, die uns finanziell oder mit aktiver Hilfe intensiv unterstützten und ohne die der Schutzhof die 22 Jahre sicher nicht überstanden hätte. Auch die Medien berichteten all die Jahre umfangreich über den Schutzhof. Und Lohn genug für unsere Arbeit waren die Lichtblicke, die mit Rettung und Hilfe geschundener Tiere einhergingen.                                                                                                                                                                                                                          Und so geben wir die Hoffnung nicht auf, den Schutzhof durch die Hilfe von Mitbürgern und Sponsoren auch über die nächsten Jahre retten zu können.